Idylle pur im Sonntagscafé

5 Minuten Glückseligkeit für die Projektleiterin

Wir wollen uns mit einem Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienst für Geflüchtete unterhalten und fahren dafür nach Heiligengrabe, in den Ortsteil Jabel. Hier kommt man wirklich nur mit dem Auto hin. Die idyllische Dorfstraße ist gepflastert, eine Kirche steht in der Mitte. Hier befindet sich das Sonntagscafé von Petra Puls, auf einem teilweise denkmalgeschützten Hof. Bei Betreten des Anwesens fallen sofort die unendlich vielen Blumen und Pflanzen auf.

Dijwar an einer seiner Volieren

Petra empfängt uns herzlich und stellt uns sogleich Dijwar vor, 30 Jahre alt und aus Syrien – oder wie er betont – Kurdistan. Wir trinken zunächst einen Tee und unterhalten uns. Hier fällt schon auf, wie gut und fließend Dijwar bereits Deutsch spricht.

Dann bekommen wir den Hof mit allen Tieren gezeigt. Dijwar ist Vogelliebhaber und hat verschiedene Käfige mit Wachteln, Hühnern, Tauben und anderen Vögeln angelegt. Auch Hasen züchtet er. Dijwar erzählt mit leuchtenden Augen von seiner Heimat, wo er auch Tiere hatte.

Die Atmosphäre hier ist entspannt und liebevoll. Dijwar ist Teil der Familie geworden. Gleichzeitig weiß Dijwar, dass seine Aufenthaltsgenehmigung nur bis Mai 2018 gilt. Er betont, wie gern er in Deutschland bleiben würde, dass er arbeiten wolle und sich hier sehr wohl fühle. Auch eine Anstellung als Arabischlehrer an der VHS in Neuruppin hat er schon. Wir drücken die Daumen und hoffen, dass mehr Menschen sich für seine Geschichte interessieren.