Erste Mission: Der Süden Brandenburgs

Unser erster „Einsatz“ führt uns gleich 125 km südlich von Berlin nach Großräschen, im Landkreis Dahme-Spreewald, mit 10.000 Einwohnern quasi eine Kleinstadt. Über die Autobahn und unter einem strahlend blauen Himmel fahren wir in den Süden Brandenburgs. Wir möchten den ersten arabischen Lebensmittelladen im Landkreis Dahme-Spreewald besuchen.

Großräschen empfängt uns mit strahlend blauem Himmel. Der Ortskern sieht schick aus, ein Geschäft reiht sich neben das andere. Wir wollen den Unternehmer Omar Kassab treffen, der hier den ersten Laden für arabische Lebensmittel eröffnet hat.

Salam ist noch etwas skeptisch...

20170814_133209

Wir treffen Omar in seinem Laden, der größer ist als wir erwartet haben und mitten im Ortskern liegt - umgeben von den hiesigen Geschäften, Quelle, Lotto, ein Café, Fahrradladen, die Sparkasse. Bei Tee und frischen Feigen erzählt er uns aus seiner Heimat Syrien und von seiner Flucht nach Deutschland. Es ist auffällig wie gut Omar Deutsch spricht und was er seit seiner Ankunft in Großräschen alles geschafft hat. 

Er erzählt uns auch, dass er schon in Syrien selbstständig war und eine eigene Firma für Schwachstrom besaß. Sein Vater warnte ihn bereits 2011  und drängte ihn dazu, das Land zu verlassen. Zunächst ging er in den Libanon mit seiner Frau und seinen 2 Kindern bis er schließlich nach Deutschland kam. 

Anschließend läd er uns zu sich nach Hause ein, zum Essen. Seine Frau habe gekocht. Da können und wollen wir nicht Nein sagen. In einer nahe gelegenen Wohnsiedlung treffen wir seine Frau , seine Tochter Amila, seinen Söhne.

Auf dem Boden im Wohnzimmer wird eine Matte ausgebreitet, dann werden die Speisen gebracht. Es gibt Bulgur, in Hühnerbrühe gekocht, Reis mit Biriyani Gewürzen sowie Yoghurt mit Gurken und 2 Hühner.

Wir diskutieren über die Unterschiede innerhalb von Ländergrenzen und die unterschiedlichen arabischen Dialekte. Omar Kassabs 10-monate alter Sohn krabbelt zwischen uns umher. Seine Frau hat in Syrien als Friseurin gearbeitet und kümmert sich jetzt zunächst um die Kinder.

Herr Kassab erzählt uns von seinen Träumen, irgendwann ein syrisches Restaurant zu eröffnen. Wir drücken ihm die Daumen.

Wir danken Omar und seiner Familie für die Gastfreundschaft und das leckere syrische Essen!